St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich

Schulfest am St.-Gotthard-Gymnasium

Der Elternbeirat des St.-Gotthard-Gymnasiums veranstaltete am vorletzten Schulwochenende das traditionelle Sommerfest. Der Paradesommertag gab den Weg frei für ein Karussell an Veranstaltungen vom Sportplatz bis zum Klosterinnenhof.

Den Auftakt machte das Triplekonzert der Klassen 5-8. Im Gotthardsaal, im Musiksaal 3 und in der Aula traten Ensembles, Solistinnen und Solisten auf und zeigten, dass sie ihre Instrumente auch im auslaufenden Schuljahr noch nicht an den Feriennagel gehängt haben. Es ist ein alter, aber nie abgetragener Hut, dass Übung erstaunlicherweise Fähigkeiten fördert, und das war allen Beteiligten bestens anzuhören.

Üben und Lernen können die Klassen des Gymnasiums fortan nun auch im Grünen. Der Elternbeirat und die Fördergemeinschaft haben auf Anregung der Schulleiters Johann Lummer hin die Errichtung eines Klassenzimmers im Grünen mit ausgiebigen Beiträgen ermöglicht. Die in drei Ebenen aus großen Granitblöcken gestaltete Anlage beim Zugang zum Sportplatz ist in Kombination mit frisch angebrachten Baumbänken, Sonnenschirmen und traditionellen Sitzgelegenheiten ein einladender Ort zur Kommunikation, zur Lehre oder einfach zum Abschalten und Schauen. In dieser vielfältigen Funktion weihte Abt Dr. Marianus Bieber die Forumanlage ein. Im Anschluss an die Weihe wurden die hochverdienten Mitglieder der Fördergemeinschaft Reiner Müller, Josef Färber und Franz Lex in den Ruhestand verabschiedet. Jahrzehntelang haben sie schulische Belange mit den Vereinsgeldern unterstützt und vor allem nach dem Hochwasser 2013 die Spendengelder umsichtig verwaltet. Die Iuvenes Cantores umrahmten den kleinen Festakt mit Kanongesängen von Mozart, Buxtehude und Byrd.

Zeitgleich nahm im Innenhof des Klosters der Verköstigungsbetrieb den Betrieb auf. Die schattigen Plätze der Klosteranlage boten eine willkommene Abkühlung an dem heißen Tag, natürlich neben der obligatorischen Halbe Augustinerhell. An fester Nahrung wurden Würstl, Grillsteak und ein reichhaltiges Kuchenbuffet geboten. Die Kinder konnten sich in der Hüpfburg unter den Bäumen austoben.

Spirituelle Nahrung gab es vor dem weltlichen Höhepunkt mit dem Summernightswing der Bigband noch in der Aula. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit zu einer geistlichen Einkehr mit den Iuvenes Cantores, die ihr Werkprogramm aus dem zweiten Halbjahr klangschön und sensibel darboten. Sr. Gratia Rotter sprach dazwischen fein-inspirierende Texte mit religiöser Thematik.

Den krönenden Abschluss bildete dann der in jeder Hinsicht glanzvolle Auftritt der Bigband. Anna Barth als Frontsängerin trat passenderweise im goldenen Outfit auf und glänzte ebenso mit ihrer wandelbaren und ausdrucksstarken Stimme. Gleiches kann man Kilian Auge und den weiteren Sängerinnen der Oberstufe bescheinigen. Wie die Bigband-Crew einen Sommerabend befeuert und ihr Leader Stefan Binder den Laden mit ökonomischer Gestik auf die Spur bringt, ist immer wieder eine Schau. Diese machte umso mehr Lust, als mit der ILE-Freiluftbühne ein markanter Hingucker im Einsatz war, der den Abend zusammen mit der Musik zu einem Festspielereignis erste Güte machte.

Sommerfeste sind immer Füßebaumelfeste, die merklich davon profitieren, dass an der Schule allmählich der Lerndampf abgelassen wird und man sich allmählich auf die Gelassenheitsspur der Ferien begeben darf. Das gelassene Hin- und Herschwingen über dem weiten Gelände des Niederalteicher Gymnasiums haben auch diesjährig wieder über 1000 Besucher genossen. Der Elternbeirat möchte das Fest zu einer jährlichen Einrichtung machen. Das ist angesichts des Zuspruchs eine gute Idee. Schaukeln wir auch 2026 gern wieder mit nackten Füßen über den beiden Türmen hin und her.

Bernhard Falk / 21.07.2025 

Fotos: Jakob Schweizer, Mirjam Buchner (2)