Eine renitente Schülergruppe aus der 9ab zog im Lauf des Abends wiederholt mit Anti-Ex-Demonstrationen über die Bühne und wurde in ihrem Anliegen durch Büttenreden aus Schülersicht und von einem Ex-Forscher unterstützt. Dieser wählte Niederalteich als Untersuchungsobjekt aus und wies dort die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Prüfungsart nach. Angesichts der stichhaltigen Argumentation erteilte der Landesvater selbst Niederalteich das Privileg, fortan auf Exen zu verzichten. Die Klasse 8b feierte mit Musiklehrer Alexander Gsödl den Beschluss mit einer spektakulären Schilderchoreographie zu Händels Halleluia. Das Leistungsfach Musik begab sich zwischendrin als Gemeinschaft der Ring-Gefährten auf die beschwerliche Reise zum Abitur. Eingebettet waren die dramatischen Abenteuer in Motive aus dem Herrn der Ringe, dargeboten vom Orchester unter Christoph Hackl. Die Lehrerband gab zwischen den Einlagen mit rockigen Songs ordentlich Gas.
Der Niederalteicher Faschingsabend ist traditionell zweigeteilt. Nach der Pause übernahm die Bigband unter Stefan Binder die Führung. Sie kann laut und leise, romantisch und knackig, wuchtig-dröhnend und fein gesponnen, und das in allen Sections, angetrieben von einer unerbittlich zuverlässigen Rhythmusgruppe. Dazu verfügt die Band über ein reifes Vokalteam aus der 13. Klasse, mit dem sich die mitreißenden Songs stilsicher gestalten lassen.
Ein rundum beglückender Abend mit Lachern, Schmunzlern, mit einem enthusiastisch feiernden Publikum und nicht zuletzt einem Bigband-Klangrausch, der wunderbar für ein Winteraustreiben taugt und der kalten Jahreszeit in den Hintern tritt. So muss Fasching.
Bernhard Falk / 13.02.2026
























