Lebendiges Leben und Lernen in der Gemeinschaft – gemeinsam mehr Schule wagen, das bringt das Konzept des St.-Gotthard-Gymnasiums auf den Punkt. Unterricht, Neigungsgruppen, Aktivphasen und das gemeinsame Mittagessen in der Mensa prägen den rhythmisierten Ablauf am Ganztagsgymnasium im Niederalteicher Modell. Um das Leben in der Schulfamilie näher kennenzulernen und in das Schulgebäude hineinzuschnuppern, sind zahlreiche Interessierte zum Tag der offenen Tür gekommen.
In der sog. Alten Turnhalle im Klostergebäude konnte Schulleiter Johann Lummer zusammen mit Frater Vinzenz, dem Elternbeirat und den Schülersprechern viele Besucher zum Tag der offenen Tür am St.-Gotthard-Gymnasium begrüßen. Der Chor der 5. Jgst. unter der Leitung von Musiklehrer Alexander Gsödl umrahmte die Eröffnung. Prior Frater Vinzenz betonte die Wichtigkeit der Gemeinschaft an der Klosterschule.
Beide erklärten, dass das Gymnasium im gleichen Maße, wie es der Vermittlung von Wissen diene, ein Ort sei, „wo junge Menschen Mensch sein dürfen wie sie sind, wo sie aufwachsen dürfen, wie es ihnen entspricht, und wo sie Geborgenheit und Heimat finden“.
Der Elternbeiratsvorsitzende Marc-Antoine Peter betonte bei seiner Begrüßung, dass das SGG viel mehr als nur eine Schule oder Bildungsanstalt, sondern vielmehr ein Ort sei, an dem menschlich und mit gegenseitiger Anteilnahme zwischen Schülern und Lehrern ein belastbares Vertrauensverhältnis herrscht. „Kommt an unsere Schule, ich kann es nur jedem empfehlen“, so Herr Peter.
Auch die Schülersprecherinnen Sophie Meyer, Theresa Kribitzneck bestätigten diese Sicht und fanden passende Worte, um ihr Schülerdasein am St.-Gotthard-Gymnasium zu beschreiben: „Man ist den ganzen Tag mit den besten Freunden in einem geschützten Raum zusammen, daher braucht ihr keine Angst vor dem Ganztag zu haben. Es ist nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern, man kann den ganzen Tag zusammen sein, hat Freizeit in den Neigungsgruppen und hat Zeit, Spaß zu haben.“ Ziel des Miteinanders von Schule und Eltern ist es, in einer Erziehungsgemeinschaft Raum und Zeit zum Wachsen zu bieten und für jedes Talent ein passendes Angebot zu finden.
Auf dem weitläufigen Schulgelände war das breit gefächerte Bildungsangebot zu erleben. Im Klostergebäude gewährten Lehrkräfte im offenen Unterricht Einblick in ihren Fachunterricht in Englisch, Mathematik, Latein und Musik. In den Präsentationen zeigte sich das für das Gymnasium kennzeichnende Ineinander von praktischem Erleben und theoretischem Erfassen. In Chemie wurde mit Blutgruppen experimentiert, in Mathematik anschaulich mit Zahlen operiert und in Musik die Notenwerte anhand eines Spontansongs demonstriert.
Dass die Musik am SGG in Niederalteich als ausgeprägter Schwerpunkt im Musischen Profil gepflegt wird, war dann im Hauptgebäude nicht zu überhören. Im Musischen spielen die Kinder ein Instrument und pflegen es solistisch und in den zahlreichen Ensembles. Die Aula war erfüllt vom klangvollen Orchestersound, die Bigband spielte im Gotthardsaal im Tag-der-offenen-Tür-Cafe auf, das Querflötenensemble, Schlagzeuger und Pianisten brachten die Musiksäle zum Klingen. Diese besondere Ausrichtung vertieft Gemeinschaft und sozialen Zusammenhalt, eine Haltung, die in der pulsierenden Lebendigkeit der Darbietungen besonders spürbar war. Mit dem naturwissenschaftlich-technologisch- mathematischen Profil (ab der 8. Jgst.) bietet die Schule einen weiteren Zweig. Die gymnasialen Profile gehen bis zur 11. Klasse. Danach schließt sich die zum Abitur führende Qualifikationsphase an, die den Schülerinnen und Schülern eine individuell gestaltbare Fächerkombination ermöglicht mit den Grundkonstanten Leistungsfach, Mathematik, Deutsch sowie den Vorschriften entsprechend auch Fremdsprachen bzw. Naturwissenschaften.
Neben dem Musischen ist Niederalteich geprägt vom Modell des gebundenen Ganztags. Das Tagesprogramm von Fachunterricht, Freizeitgestaltung und gemeinsamen Essen, das den Ganztag prägt, zeigte sich im Tag der offenen Tür im reichhaltigen Buffet, das den Besuchern geboten wurde, sowie in den Vorführungen der Neigungsgruppen. Von technischen Aktivitäten, wie Elektrobasteln, zu künstlerischer und sportlicher Betätigung, wie Postkartendrucken, Tanzen und Tennis reichen die Freizeitmöglichkeiten, welche die Kinder wählen können. Zusammen mit den Freiarbeiten, in denen der Lernstoff in der Unterstufe in zunehmend selbständiger Arbeit mit Begleitung der Lehrkräfte vertieft und geübt werden kann, ergibt sich daraus im Ganztag eine differenzierte Rhythmisierung, die an der Tagesleistungskurve der Kinder ausgerichtet ist und viel Abwechslung im Tagesablauf ermöglicht.
Nach der schulischen Gesamtschau fanden sich die Besucher in der Turnhalle ein, wo die Kinder der 5. Klassen gemeinsam mit den vielleicht zukünftigen Schülerinnen und Schülern den Tag der offenen Tür beschwingt ausklingen ließen.
SGG / 15.03.2026
Fotos: SGG/A. Hüttinger, D. Hüttinger









































