Informatik ist zwar nicht gleich programmieren, aber die Programmierung und Gestaltung von Software nimmt doch einen großen und spannenden Teil dieses Fachs ein.
Deshalb entschied sich Herr Seitz, mit der Klasse 10c und interessierten Schülern der Klasse 11c am 11.06. die mittlerweile recht renommierte Programmierschule „Developer Akademie“ im Münchener Osten zu besuchen, bei der er selbst einst neben dem Informatikstudium das Programmieren lernte. Was an dieser Stelle wie eine unnötige Doppelbelastung klingt, macht insofern Sinn, als dass das praktische Programmieren im Informatikstudium immer noch einen recht geringen Anteil hat.
Vor Ort wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst durch die Räumlichkeiten geführt und über die noch junge Geschichte der Akademie aufgeklärt. Erstere waren doch recht großzügig für die Tatsache, dass an einem normalen Arbeitstag lediglich vier von den über 30 Angestellten im Büro waren – alle anderen waren im Homeoffice. Kann es nicht schön sein, das Programmiererleben? Ebenso wurde Einblick in die Studioräume gewährt, wo die YouTube Videos (Tutorials, Podcasts etc.) u.a. vom populären deutschen Programmierlehrer Junus Ergin aufgenommen werden.
Der Hauptteil des Besuchs war dann der Workshop: es sollte ein Meme-Generator mit Anbindung an eine Datenbank programmiert werden. Eine an sich sehr komplexe Aufgabe, die die Beteiligten vor gewisse Hürden stellte. Im Informatikunterricht kommen einige Teilbereiche dieser Aufgabe eher nicht vor und so sollten die Schülerinnen und Schüler bewusst in’s kalte Wasser geworfen werden, um jene Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln, die so entscheidend sind für die Kunst des Programmierens.
Zum Abschluss gab es noch eine Fragerunde mit dem erfahrenen Programmierlehrer Rene Heller, der auch den Workshop leitete. Die Schüler interessierte unter anderem, wie man am besten Handy-Apps programmiert und ob der Beruf des Programmierers stark von der fortschreitenden Kompetenz künstlicher Intelligenz bedroht ist. Gerade zu letzterer Frage gab Herr Heller ein paar wirklich interessante Einblicke: seiner Meinung nach, könnte die „KI-Blase bald platzen“, da zwar die Tokens, also die einzelnen Wörter z.B. bei den LLMs wie Chat GPT oder Gemini weniger Ressourcen benötigen, also eigentlich effizienter geworden sind, aber die Firmen hinter KI verlangen immer mehr Geld für die Nutzung der Sprachmodelle. Dadurch könnten sich womöglich nur wenige Privatleute und Firmen KI wirklich dauerhaft leisten und müssten dann doch wohl noch auf kompetente menschliche Programmierer zurückgreifen. Zudem wird immer mehr bekannt, dass von KI geschriebener Code mehr Sicherheitslücken aufweist als der von menschlichen Experten.
13.06.2026 / Sebastian Seitz


















