Den Sprung, ganz alleine und ohne Verstärkung aus der Klasse für zwei Wochen das Sankt-Gotthard-Gymnasium gegen das Lycée La Saulaie in Saint-Marcellin (Region Rhône-Alpes) einzutauschen, hat Jean-Frédéric Peter (9c) gewagt. Vom 1. bis 13. Juni besuchte er für zwei Wochen im Rahmen eines Individualaustausches dieses beruflich ausgerichtete Lycée, an dem drei Jahrgangsstufen unterrichtet werden.
Auf der Rückfahrt in die niederbayerische Heimat nahm er gleich seinen Austauschpartner Augustin Coronel mit, der sich vom 8. bis 26. Juni in der Klasse 9c sichtlich wohl fühlte. Neben dem Unterricht am Sankt-Gotthard-Gymnasium, zu dem er Jean-Frédéric regelmäßig begleitete, konnte Augustin z.B. Passau kennenlernen (und natürlich Vilshofen) oder auch den bei den aktuell herrschenden Temperaturen unverzichtbaren Baggersee. Nicht zu kurz kamen natürlich für den sportbegeisterten Franzosen regelmäßige Tennismatches mit Jean-Frédéric.
Was ihm von diesen zwei Wochen dauerhaft in Erinnerung bleiben werde, so Augustin, seien die unheimlich netten Schülerinnen und Schüler in der Klasse 9c, in der er phantasisch aufgenommen worden sei und viele neue Freunde gefunden habe. Aber auch die Erinnerung an viele schöne Dörfer und Städte und natürlich die Donau werde er mit nach Frankreich nehmen. Die Zeit in Niederalteich bzw. Vilshofen (Gastfamilie Peter) sei viel zu schnell vergangen und er kehre mit einem weinenden Auge zurück nach Saint-Marcellin.
Dieselben Erfahrungen teilt Jean-Frédéric mit seinem neuen Freund. In Saint-Marcellin habe er in Augustins Klasse eine sehr starke Klassengemeinschaft kennengelernt. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der überschaubaren 8.000 Einwohner zählenden Stadt Saint-Marcellin sei er von der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen beeindruckt worden. Auf einem 20minütigen Fußweg zur Schule hat Jean-Frédéric Augustin täglich durch die malerische, von Weinbergen umgebene Stadt begleitet. An der Schule selbst erlebte er zwei entspannte Wochen vor den französischen Sommerferien mit vielen Projekten in den Klassen, Abschiedsfeiern etc. Vielleicht hat er deshalb auch den Eindruck, dass Mathematikunterricht in Frankreich so viel einfacher sei als bei uns??? Auf jeden Fall erhält die französische Mensa die volle Punktzahl, denn das stets sehr leckere und frisch zubereitete Essen habe schon fast das Niveau der Niederalteicher Küche erreicht.
So verwundert es nicht, dass Jean-Frédéric die Teilnahme an diesem Individualaustausch allen anderen Schülerinnen und Schülern empfehlen möchte. Zudem garantiere der Umstand, dass man für zwei Wochen sowohl an der französischen Schule als auch in der Gastfamilie ausschließlich Französisch höre und spreche, so Jean-Fréderic, eine enorme Verbesserung der französischen Sprachkenntnisse.
Fazit: ein unvergesslicher Austausch! Beide Austauschpartner sind begeistert, würden sich jederzeit wieder besuchen wollen, und so mancher Schüler der 9c vermisst den charmanten Augustin schon jetzt.
Elisabeth Stadler-Pöhn / 25.06.2026














