St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich

Absolvia 2026

“FerrABI 2026 – 13 Jahre auf der Überholspur” Feierliche Verabschiedung der Absolvia 2026

Absolvia 2026

Die Jahrgangsbesten Elias Batzlsperger (ab 2.v.li.), Pia Rohowski, Max Holzhammer, Karolina Jaekel, Elisabeth Bloch, András Mitykó, Emilia Paul, Giulia Starzengruber, Luis Wallner, Johanna Schiermeier und Emilie Wiesler. Gerahmt von Schulleiter Lummer und Oberstufenkoordinator Raabe.

Die Jahrgangsbesten der Absolvia (nicht auf dem Bild ist Elisabeth Bloch) mit Frater Vinzenz (v.li.), Abt Marianus, Landrat Bernd Sibler, Oberstufenkoordinator Christof Raabe, Bürgermeister Julien Pursch und (ab 6.v.re) Manfred Danner (Elternbeirat), Tanja Zieseniss-Gollor (Fördergemeinschaft St. Gotthard), Marc-Antoine Peter (Elternbeirat), Schulleiter Johann Lummer, Toni Schuberl, MdL sowie stellvertretende Schulleiterin Sr. M. Gratia Rotter.

Eine Überraschung zur Verabschiedung: Ein echter Ferrari F458 Challenge Evo aus dem Ferrari-Autohaus Blöchl in Osterhofen umrahmte das spontane Gruppenbild vor dem Schuleingang zusammen mit einem roten Flitzer mit selbstgebautem Heckspoiler aus Holz, den die Absolvia bereits beim Abi-Streich präsentierte.

Der Auftakt der feierlichen Verabschiedung der Absolvia 2026 fand in der Basilika Niederalteich statt. Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Marianus, feierlich umrahmt durch den Lehrerchor, der die Spatzenmesse von Mozart zu Gehör brachte. Abt Marianus legte die Emmaus-Geschichte mit Blick auf das Abi-Motto aus und konstatierte, dass das Wesentliche nicht auf der Überholspur stattfindet, sondern vielmehr auf dem Weg erfahren werden kann … Innerlichkeit, Zufriedenheit, Schönheit braucht Zeit zum Wachsen. Mit dem Zitat von Peter Handke „an Orten, an denen ich gefahren wurde, bin ich nie gewesen“ wünscht Abt Marianus der Absolvia eine kreative Entschleunigung der Langsamkeit, um nicht nur ein erfolgreiches, sondern auch ein sinnvolles Leben zu führen und wie die Emmaus-Jünger das Entscheidende unterwegs erfahren.

Vor dem Festakt konnte die Q12 ein Catering mit Essen und Trinken anbieten. Eine Überraschung stellte sich noch ein: ein echter Ferrari F458 Challenge Evo aus dem Ferrari-Autohaus Blöchl Osterhofen umrahmte das spontane Gruppenbild vor dem Schuleingang zusammen mit einem roten Flitzer mit selbstgebautem Heckspoiler aus Holz, den die Absolvia bereits beim Abi-Streich präsentierte. Ein spannungsreiches Bild!

Der Oberstufenkoordinator Christof Raabe konnte beim Festakt mit Abt Marianus, Frater Vinzenz und Frater Symeon-Maria Vertreter des Schulträgers, mit MDL Toni Schuberl, Landrat Bernd Sibler und Bürgermeister Julien Pursch Vertreter aus der Politik und mit den Vorsitzenden Marc-Antoine Peter (SGG-Elternbeirat) und Isolde Mazzucco (Fördergemeinschaft St.-Gotthard) in der Festgemeinschaft begrüßen, selbstverständlich auch alle Eltern und Angehörige, alle Lehrkräfte und natürlich insbesondere ganz herzlich die Absolvia 2026 als den ersten G9-Jahrgang. Über die gezeigten Leistungen wie auch das gute Miteinander zeigte sich der OSK sehr erfreut und wünschte für das schwierigste und längste Rennen, für das Rennen des Lebens allen viel Erfolg

Bürgermeister Julien Pursch ging in seinem Grußwort auf den Spagat zwischen den Lebenswelten und vereinfachten Wirklichkeiten der sozialen Medien in 10-Sekunden-Videos und den Anforderungen der Meinungsvielfalt in einer Demokratie auf. Demokratie ist nicht bequem, sie gibt keine fertigen Antworten. Demokratie verlangt, Widerspruch auszuhalten und die Bereitschaft, eigene Meinungen zu hinterfragen. Grundgesetz beginnt nicht bei bestimmter Meinung, sondern bei der Würde jedes einzelnen. Für die Zukunft sollen die Abiturienten Respekt vor dem anderen bewahren, gemeinsam um den richtigen Weg streiten, in unserer Demokratie mitmachen und in unserer Freiheit Verantwortung übernehmen.

Landrat Bernd Sibler freute sich über den erster Jahrgang, der nach der neuen Art Abitur gemacht hat und hier am St.-Gotthard-Gymnasium das Rüstzeug für das Leben bekommen hat, in Form von Wissen und Haltungen. Abitur in Bayern, zumal am St. Gotthard ist ein Qualitätsstandard der besonderen Art. Sibler drückte seinen Glückwunsch für die Absolvia aus zu dem langen Weg, den sie gegangen sind. Als Präsident des Bayerischen Musikrates freut es Sibler, dass Musik besonders gepflegt wird: das musische Gymnasium in Niederalteich ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Der Landrat drückte ausdrücklich seinen Dank und seine Anerkennung aus, dass die Benediktinerabtei das St.-Gotthard-Gymnasium als Schulträger im Landkreis Deggendorf führt.

Der Vorsitzende des Elternbeirates, Marc-Antoine Peter betonte, dass Schule jungen Menschen Halt gibt, man lernt zuzuhören, sich zu konzentrieren, zu unterscheiden und auszuhalten, wenn es mal nicht einfach ist. Dafür benötigt man Bildung. Bildung hilft uns, mit Freiheit umzugehen. Die benediktinische Tradition macht das St.-Gotthard-Gymnasium zu einer besonderen Schule. Die Prägung für das Leben merkt man nicht jeden Tag, sondern als Langzeitergebnis. Weiter sagt der EBR-Vorsitzende: Vieles von dem, was Menschen ausmacht, steht nicht im Zeugnis. Es zählt auch, wie das Ziel erreicht wurde.

Die Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Isolde Mazzucco, stellt die Fördergemeinschaft dar als eine Gemeinschaft, die sich mit Elan für die Geschicke der Schule engagiert, und wünscht der Absolvia alles Gute für den weiteren Lebensweg und viel Freude beim Feiern.

Unterhaltsam und mit viel Humor ließen die beiden Abiturientensprecher Max Holzhammer und Simon Würzinger die 9 Jahre am St.-Gotthard-Gymnasium Revue passieren. Passend zum Abi-Motto „FerrABI 2026 – 13 Jahre auf der Überholspur“ hatten sich beide in Ferrari-roter Kleidung mit Bobbycar in den Händen fertig zum Rennen gezeigt. Gerade das Homeschooling in der Coronazeit stellten beide eher als permanente Rennsimulation dar, in der man sich mehr mit Mario Kart als mit den Inhalten des online-Unterrichts beschäftigte. In der Oberstufe lief dann der Final Count Down, den die beiden Sprecher im Stile eines Sportreporterduos kommentierten: Nach über 3000 Tagen sind 56 Fahrer ins Ziel gekommen. Waschechte Rennfahrer sind aus den Kinder der 5. Jahrgangsstufen geworden. Geradezu hymnisch endete der Bericht mit „We are the Champions“!

Schulleiter Johann Lummer stellte in seiner Festrede die außergewöhnliche Leistung des Jahrgangs dar: „Wir feiern heute Euren erfolgreichen Schulabschluss. Absolvia 2026 – Wir sind stolz auf Euch!“ Insgesamt haben letztendlich 56 Kandidaten (32 weibl, 24 männl) das Abitur bestanden. Drei Abiturientinnen mit der sog. Traumnote 1,0, elf Abiturienten haben ein sehr gutes Abitur mit einem Durchschnitt von 1,5 und besser geschafft. Der Durchschnitt der Jahrgangstufe liegt bei 2,05 und liegt damit über dem Bayernschnitt. Festzustellen ist unbedingt: Der Jahrgang ist leistungsmäßig schon all die Jahre hindurch immer auffällig gut, insofern gibt es viele Abiturienten mit einer 1 vorm Komma. Mit Blick auf das Abi-Motto stellte der Schulleiter die Faszination der Rennmarke Ferrari dar: Ferrari wird weltweit nicht nur als Automarke, sondern als eine Art automobile „Religion“, Kunstwerk und ultimatives Statussymbol wahrgenommen. Bei der Produktionslinie stellt die sog. Hochzeit, die Vereinigung von Karosserie und Motor einen entscheidenden Moment dar: Das ist der Augenblick, in dem die Karosserie mit dem Antriebsstrang, dem Motor, vereint wird. Analogien sind dazu im Prozess der Bildung und Erziehung, der Reifung und Entwicklung zu sehen: Die Karosserie – das ist euer Körper, eure äußere Erscheinung, die Schulbildung, der Lehrplan, das Curriculum. Der Motor - das ist der Geist, die Einstellung, die Haltung. Erst durch die Hochzeit von Kopf und Herz, von intellektueller Ausbildung und benediktinischer Werteprägung, ist das entstanden, was wir heute vor uns sehen: ein junger Mensch, der nicht nur gut ausgebildet ist mit Wissen und Kompetenzen, sondern auch eine Geist und eine Seele hat. Letztlich kommt es im Rennen auf den Fahrer entscheidend an. Die Abiturienten haben am St.-Gotthard-Gymnasium Wissen und Kompetenzen erworben, und vielmehr auch Werte und Haltungen mit Blick auf dem benediktinischen Leitspruch „ora et labora et lege“. Damit konnten sie im Schulalltag eine Richtschnur für ihr Leben verinnerlichen. Und damit sind die Abiturientinnen und Abiturienten für das Rennen des Lebens bestens ausgebildet.

Umrahmt wurde der Festakt durch ein Bläserensemble um Kilian Auge, Julius Maurer und Florian Abel sowie die Sängerinnen Anna Barth, Lena Seider und Magdalena Wildfeuer und insbesondere mit einem Abi-Chor in Begleitung von Bernhard Falk.

SGG/Johann Lummer / 26.06.2026

Fotos: SGG/A. Hüttinger; Drohnenfoto mit Ferrari: Christoph Gerstl