St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich

Wissenschaftswoche startet mit Profi-Coaching des Bayerischen Rundfunks

Einen besonderen Auftakt erlebte die 11. Jahrgangsstufe des St.-Gotthard-Gymnasiums zu Beginn der diesjährigen Wissenschaftswoche, die unter dem Motto „Glauben und Wissen“ steht.

Dank der großzügigen Unterstützung der Raiffeisenbank Hengersberg konnten mit Clemens Nicol und Benjamin Day zwei erfahrene Moderatoren des Bayerischen Rundfunks für einen Workshop zum Thema „Auftreten und Präsentieren“ gewonnen werden.

Begrüßt wurden die beiden Gäste von Schulleiter Johann Lummer sowie dem Organisator der Wissenschaftswoche, Peter Hatzl. Nach einer kurzen Vorstellung teilten sich die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen auf, um möglichst intensiv mit den Medienprofis arbeiten zu können.

Dass gutes Präsentieren weit mehr ist als das bloße Vorlesen von Folien, wurde den Teilnehmenden schnell klar. Zunächst standen Übungen zur Selbst- und Außenwahrnehmung auf dem Programm. Unterschiedliche Geharten, das bewusste Wahrnehmen des Raumes und des Publikums sowie Aufwärmübungen für Körper und Stimme sorgten nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern auch für manche Schmunzler. Besonders einprägsam blieb der Ratschlag, beim Sprechen den Bauch nicht einzuziehen – ganz nach dem Motto: „Mut zur Wampe!“ Denn nur eine entspannte Körperhaltung ermöglicht eine freie und natürliche Stimme.

Auch Atemtechniken sowie das sogenannte „Power Posing“, bekannt aus einem Vortrag der Sozialpsychologin Amy Cuddy, zeigten, wie eng Körpersprache und Selbstbewusstsein zusammenhängen.

Im zweiten Teil des Workshops war Kreativität gefragt. In Kleingruppen erzählten die Schülerinnen und Schüler bekannte Märchen nach – allerdings mit einer besonderen Herausforderung: Die übrigen Gruppenmitglieder riefen ständig Begriffe hinein, die eigentlich gar nichts mit der Geschichte zu tun hatten. Diese mussten spontan eingebaut werden. Dabei entstanden ebenso originelle wie amüsante Versionen der Märchen, während ganz nebenbei Spontaneität, Schlagfertigkeit und freies Sprechen trainiert wurden.

Den Abschluss bildete die praktische Vorbereitung auf eigene Präsentationen. Die Jugendlichen erhielten zahlreiche Tipps zum Aufbau von Stichwortzetteln, zur Körpersprache und zum souveränen Auftreten. Anschließend präsentierten sie sich gegenseitig kurze Vorträge und gaben sich konstruktives Feedback. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Ratschlag der BR-Moderatoren blieb vielen besonders im Gedächtnis: Wer sich beim Vortrag bewusst zwischen zwei festen Punkten bewegt, wirkt lebendig und präsent – ohne dabei unruhig zu erscheinen.

Mit vielen praktischen Anregungen, neuem Selbstvertrauen und einer gehörigen Portion Motivation sind die Schülerinnen und Schüler nun bestens gerüstet für die Präsentationen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Der gelungene Workshop zeigte eindrucksvoll, dass überzeugendes Auftreten keine Zauberei ist – sondern vor allem eine Frage der Übung.

Peter Hatzl / 13-07.2026