Bundespräsident Gauck zeichnet Schüler aus Niederalteich aus

3. Platz beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik der Aktivphase der 8. Klassen „Auf dem Weg zur Mitte"

Bundespräsident Joachim Gauck hat zusammen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, über 100 Schüler aus ganz Deutschland für ihre Beiträge zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt - Eine Welt für alle" ausgezeichnet.

Der Bundespräsident sagte in seinem Grußwort: „Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik fördert eine Haltung der Verantwortung. Er lässt Respekt und Vertrauen wachsen. Und er macht Hoffnung, dass es uns in Zukunft noch besser gelingen wird, international zusammenzuarbeiten. Sie alle – Schüler, Lehrer und Partner – haben gezeigt: Es ist gut, wenn wir unsere Herzen öffnen, unseren Verstand gebrauchen und über Grenzen hinweg miteinander sprechen!"

Bundesminister Müller betonte: „Eine Welt - unsere Verantwortung. Viele junge Menschen zeigen uns jeden Tag auf beeindruckende Art und Weise, dass sie in ihrem täglichen Handeln Verantwortung für die Zukunft des ganzen Planeten tragen. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrern für ihr Engagement und lade Sie ein, bei unserer Zukunftscharta mitzumachen, die wir im November mit vielen jungen Menschen in Berlin verabschieden wollen. Von Ernährung über Klima bis hin zu fairen Standards in der Textilproduktion: Entwicklungspolitik fängt bei jedem Einzelnen von uns an. Nur, wenn wir das erkennen, können wir unsere globale Zukunft gemeinsam zum Wohle aller Menschen auf allen Erdteilen gestalten."

Von den insgesamt 570 eingereichten Beiträgen wurden aus den unterschiedlichen Kategorien die besten 22 nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen. Unter den Siegern war auch die Aktivphase „Auf dem Weg zur Mitte" des St.-Gotthard-Gymnasiums. Sie erreichten in der Kategorie „Klassen 7 - 10" den 3. Preis, der mit 500 Euro dotiert ist.

In der Laudatio hieß es: „Die Projektgruppe „Auf dem Weg zur Mitte" des St.-Gotthard-Gymnasiums in Niederalteich beschäftigte sich mit nachhaltigem Konsum von Kleidung und arbeitete dabei mit einer NRO aus Bangladesch zusammen. In einem daraus entstandenen Selbstversuch nähten und verkauften die Schülerinnen und Schüler selbst Kleider zur Unterstützung von Näherinnen in Bangladesch. Der Schwerpunkt des Projekts lag auf der Erstellung eines regionalen Einkaufsführers, der Konsumenten umfassend über fairen Handel informiert und in seiner inhaltlichen Vielfalt sehr geeignet ist, zum Einkauf ökologisch und fair produzierter Mode aufzurufen. Die Jury war von dem Ideenreichtum und der vorbildliche Umsetzung des Wettbewerbsthemas, global und lokal zu denken und zu handeln, beeindruckt." Ein Videobeitrag, in dem die Projektgruppe und das Ergebnis vorgestelt wurden, rundete die Preisverleihung ab.