Ein besonderer literarischer Vormittag erwartete die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufen am 22.09.: Der Autor Johannes Herwig war zu Gast und las aus seinem Jugendroman „Bis die Sterne zittern“ – der Roman zählt in Sachsen sogar zur Pflichtlektüre im Realschulbereich. In einer eindrucksvollen Lesung brachte er den Jugendlichen das Leben und Denken Jugendlicher in der Zeit des Nationalsozialismus nahe – eine Geschichte über Mut, Widerstand und das Erwachsenwerden in schwierigen Zeiten.
Der mehrfach ausgezeichnete Roman (u.a. Paul-Maar-Preis 2017, Nachwuchspreis der Deutschen Akademie für Kinder und Jugendliteratur) spielt im Jahr 1936 in Leipzig und erzählt von einem 16-jährigen Jungen, der sich der oppositionellen „Meuten“-Bewegung anschließt – ein Thema, das nicht nur historisch aufrüttelnd ist, sondern auch viele Parallelen zu heutigen Fragen nach Moral, Freundschaft und Zivilcourage aufwirft.
Nach der Lesung wurde es interaktiv: Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, dem Autor Fragen zu stellen – eine Gelegenheit, die sie rege nutzten. Johannes Herwig beantwortete offen und sympathisch, wie er zum Schreiben kam, woher er seine Ideen nimmt und was ihn persönlich bewegt. Er erzählte, dass er ursprünglich schon immer Schriftsteller werden wollte, aber vor seiner schriftstellerischen Laufbahn in einem ganz anderen Beruf tätig war. Besonders faszinierend war für viele Zuhörerinnen und Zuhörer, wie intensiv sich Herwig mit historischen Quellen beschäftigt, um authentische Geschichten erzählen zu können.
Die Begegnung mit einem echten Autor und der Austausch über den kreativen Prozess hinter einem Buch machten den Vormittag zu einem inspirierenden Erlebnis – nicht nur für zukünftige Leseratten, sondern vielleicht auch für den ein oder anderen Nachwuchsautor.
Lisa Zimmermann / 24.09.2025















