St.-Gotthard-Gymnasium der Benediktiner Niederaltaich

Religiöses Fundament und Soziales Engagement

Verantwortung auf christlicher Basis im benediktinischen Geist

Der Geist der benediktinischen Spiritualität drückt sich aus in verschiedenen religiösen Aktivitäten der ganzen Schulfamilie. So unternehmen bereits die 5. Klassen eine Fußwallfahrt zum rund sieben Kilometer entfernten Geburtshof des Hl. Gotthard, dem Namenspatron der Schule. Die 6. Klassen fahren in die Jugendbildungsstätte Kloster Windberg, um sich auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten und Tage der Gemeinschaft zu erleben. Die Schulfirmung ist ein besonderes Ereignis, da die Schülerinnen und Schüler entweder von „ihrem Abt“ oder vom Passauer Diözesanbischof das Sakrament der Firmung in der Basilika Niederaltaich empfangen. Die 7. Klassen können am „Klostertag“ das Leben der Mönche kennenlernen. Das Fest des Hl. Benedikt am 11. Juli wird von Schule und Konvent gemeinsam in einem „Akademietag“ der Q 11 gefeiert. Neben diesem religiösen Fundament soll das Handeln der Schüler aus einem sozialen Verantwortungsbewusstsein heraus erfolgen. Das Schülermentorenprogramm (SMP) der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) als feste Einrichtung bereichert seit 2010 mit spirituellen, bildungspolitischen und sozialen Angeboten das Schulleben.

Das St.-Gotthard-Gymnasium sieht es als seine Aufgabe, die zahlreichen Hilfs- und Sammelaktionen verschiedener Schülerarbeitsgemeinschaften sowie die intensiven Klassenpatenschaften mit Partnern auf den verschiedenen Kontinenten zu unterstützen.

 

Help the children – Hilfe für Betrawati e.V.

Bereits seit dem Jahr 2001 gibt es das Engagement für Kinder in Nepal am St.-Gotthard-Gymnasium. Über den Verein „Help the children – Hilfe für Betrawati e.V.“ werden im Durchschnitt pro Schuljahr fünf Patenkinder an Patenklassen unserer Schule vermittelt, die finanziell unterstützt werden. Regelmäßig berichtet das Ehepaar Tina und Stefan Heigl über die Situation in Nepal. Begonnen hatte es im Jahr 2001 mit vier Patenkindern. Insgesamt wurden zwischen 2001 und 2025 für Kinder 29 Patenschaften übernommen. Aktuell werden drei Kinder unterstützt. Zur Homepage des Vereins "Help the children - Hilfe fr Betrawati e.V." geht es hier!

 

Partnerschaft Shanti – Bangladesch e.V.

Eine eigene Partnerschule haben wir allerdings in Bangladesch, wo wir seit 2005 Patenschaften pflegen und mittlerweile das 20-jährige Jubiläum feiern konnten. Bei der Patenschaft mit der Schule arbeiten wir hier sehr intensiv mit der Hilfsorganisation „Partnerschaft Shanti – Bangladesch“ e.V., einer Nicht-Regierung-Organisation (NRO) in Deutschland, zusammen. In enger Partnerschaft mit zwei NROs in Bangladesch werden hier unterschiedliche Projekte unterstützt. Wir halten diese Arbeit als sehr sinnvoll und zukunftsweisend, weshalb wir diese Organisationsform etwas näher darlegen möchten. Die Organisation „Partnerschaft Shant-Bangladesh“ e.V. wurde 1983 als Partnerverein der Organisation „Dipshikha“ gegründet. Zur Homepage der NRO "Partnerschaft Shanti-Bangladesch e.V." geht es hier.

 

Unsere Partner in Bangladesch

„Dipshikha“ entstand 1979 aus einem Kontakt zwischen dem katholischen Pfarrer Klaus Beurle und einigen engagierten Bengalen, die die Armut vor allem in den ländlichen Gebieten von Bangladesh bekämpfen und die Dorfentwicklung fördern wollten. Es folgte die offizielle Gründung und Benennung des Vereins „Dipshikha“ (dt. Lichtfunke), dessen Entwicklungsansatz von einem Freundeskreis in Deutschland sehr befürwortet wurde. Sie unterstützten „Dipshikha“ finanziell und ließen sich 1983 offiziell als gemeinnütziger Verein unter dem Namen „Partnerschaft Shanti-Bangladesh“ registrieren. Es folgten erste direkte Kontaktknüpfungen zwischen den Deutschen und den Bengalen durch einige Freiwillige, die einige Monate in den Dörfern Bangladeshs wohnten.

2001 kam neben „Dipshikha“ noch „ASSB“ („Aloha Social Services Bangladesh“) als Partnerorganisation von „Shanti“ hinzu. Heute zählt „Shanti“ mehr als 200 Mitglieder in Deutschland und Österreich. Die Organisation „Shanti“ basiert auf einem freundschaftlichen Verhältnis mit den Partnern in Bangladesh und wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern aller Altersgruppen unterstützt. Diese Tatsache betont die gemeinnützigen Einstellungen und die Ziele der Mitglieder und des Vereins, welche im allgemeinen den Einsatz für eine gerechtere Welt erreichen wollen. „Shanti“ leistet ausschließlich finanzielle Unterstützung an die Projekte der Partnervereine „Dipshikha“ und „ASSB“, betreibt somit keine eigenen Projekte. Die Unterstützung der beiden Partnervereine dient primär der Verbesserung der Lebensbedingungen in Bangladesh, weswegen sich die Fördergelder beispielsweise auf Selbsthilfeprogramme oder eine Förderung der Dorfentwicklung richten. Es soll also keine vorrübergehende, sondern eine nachhaltige Hilfe geleistet werden, die spezifisch und individuell auf den Empfänger ausgerichtet ist und somit effektiv eingesetzt wird. Weitere Ziele Shantis sind außerdem der Einsatz für interreligiösen Dialog und interkulturelle Verständigung. Um diese Ziele umzusetzen und zu erreichen, beinhalten die Projekte individuelle und auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Beratung, finanzielle Unterstützung sowie Trainingsmaßnahmen in Bereichen wie Landwirtschaft, Einkommen schaffende Maßnahmen und Frauenförderung. Vor allem die Fähigkeit zur Selbsthilfe soll gefördert werden, sodass die Bedürftigen nur für einen absehbaren Zeitraum auf die Hilfsorganisation angewiesen sind.

 

Gestaltung der Patenschaften mit Bangladesch

Bei den Jahrestreffens des Vereins waren mehrmals Schülerinnen und Schüler unserer Schule vertreten und haben die an unserer Schule entstandenen Projekte sowie  die bei den Schulwettbewerben des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik mit einem dritten und einem zweiten Platz ausgezeichneten Projekte vorgestellt. Über „Partnerschaft Shanti-Bangladesh“ hat die Abiturientin unseres Gymnasiums Laura Pirgie (Absolvia 2006) an einem mehrmonatigen Freiwilligenaustausch mit ASSB teilgenommen. Regelmäßig informieren die Religionslehrer die teilnehmenden Patenklassen (im Durchschnitt sind es pro Schuljahr fünf Schulklassen) über die Projekte in Bangladesch.

Dies wird ermöglicht durch regelmäßige Informationsschreiben von „Partnerschaft Shanti-Bangladesh“. Darüber hinaus laden wir, wenn immer möglich, bengalische Gäste während ihres Deutschlandaufenthaltes über „Partnerschaft Shanti-Bangladesh“ an unsere Schule ein. Sie berichten den Patenklassen von der Situation in Bangladesch und deren Arbeit. So war der Schulleiter unserer Partnerschule Schule (DIPSHIKHA BHABAN/Modern Education and Training Institute, 282/5, First Colony, Mazar Road, Mirpur-1, 1218 Dhaka) bereits zu Besuch am St.-Gotthard-Gymnasium. Der ehemalige Direktor von Dipshikha Bangladesh, Mahbubul Islam, war regelmäßig zu Besuch in Deutschland und hat schon des öfteren unsere Schule besucht.

Neben den Informationen zur Armutsbekämpfung haben wir auch stets den interreligiösen Dialog im Blick.

Organisiert wird der Verein von den Vorsitzenden Larissa Wagner und Karoline Kranzl, sowie dem erweiterten Vorstand Tibor Aßheuer und Michael Eckerle. Larissa Wagner war vor Jahren an unserer Schule und hat beim W-Seminar „Eine Welt – Unsere Verantwortung“ über die Arbeit von Nicht-Regierungs-Organisationen referiert. Die 17 Schülerinnen des W-Seminars verfassten ihre Seminararbeit über 17 unterschiedliche NROs. Aktuell beschäftigt sich die Klasse 10a intensiv mit der Patenschaft und hat einen Beitrag erarbeitet.

Wer zusammen mit unseren Patenklassen die Projekte unserer Partner in Bangladesch unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Nähere Informationen dazu gibt es über die Schule.

 

Resumee

Die Initiativen unserer Klassen und Gruppen unterstützen wir am St.-Gotthard-Gymnasium sehr gerne. Wir sind überzeugt, dass die Projekte in vielerlei Hinsicht für die einzelnen Schüler, für die Partner unserer Schule wie auch für unsere Schulgemeinschaft einen großen Gewinn darstellen.

Die Klassenpatenschaften wie auch die Schulpartnerschaft bilden seit Jahren einen festen Bestandteil im Schulleben und werden auch von unseren Lehrkräften in den Klassen thematisch wie ideell unterstützt. Als Gymnasium in Trägerschaft der Benediktiner Niederaltaich sind wir sehr froh, Schülerinnen und Schüler in unserer Schulgemeinschaft zu haben, die den Wertvorstellungen unseres Hauses entsprechen und die Projekte mit viel Herz und Einsatz mit Leben füllen und zum Erfolg führen.